Mit Regen ist in England zu rechnen, aber was die letzten Tage vom Himmel herunter kam, war sogar für englische Verhältnisse unüblich. Leichter Regen begleitete uns am Mittwoch beim Aufbau. Das richtige Unwetter startete hmm last mich überlegen, ich glaube es war Freitag Morgen bis Samstag Morgen. Die Tage sind schwer auseinander zu halten, da es fast durchgehend regnete. Samstag war zum Glück der trockenste Tag, die grünen Wiesen hatten sich aber bereits in ein riesiges Sumpfgebiet verwandelt. Nichts desto trotz, Secret Garden Party ist und bleibt das beste Festival, an dem ich je war. Starten wir doch gleich mit dem Video, welches aus beschriebenen Wetterverhältnissen mehrheitlich Szenen bei Nacht enthält und zwischendurch wollte ich auch einfach selber mal Spass haben, ohne die Kamera konstant dabei haben zu müssen.
Das Video startet mit der gedämpften Soundkulisse in meinem Zelt, welches sich wie üblich wenige Meter hinter dem Shop befand. Der Boden vibrierte vom Bass und ein konstantes Misch Masch von drei bis vier verschiedenen Bühnen war konstant zu hören - von 12 Uhr Mittags bis 6 Uhr Morgens. Erholsamer Schlaf war schwer zu finden.
Ich weiss gar nicht wo anfangen, es gab dieses Jahr wieder so viel zu entdecken und im Gegensatz zu meinem letzten Besuch fand ich zwei versteckte Bühnen, die mir entgangen waren. Die Bands und DJs sind ausserhalb Englands weitesgehend unbekannt, doch das macht es so grandios. Man lässt sich einfach treiben und bleibt wo es gefällt. So fand ich Samstag Nacht (in der fast alle 33'000 Besucher das trockene Wetter genossen und fast alle Dancefloors überfüllt waren) ein kleines aber feines Zelt mit DJs die konstant DnB spielten. Bei all den Deep, Tech House und Techno Sets war ich froh, endlich mal etwas schnelleres gefunden zu haben und sprang kurzerhand in das Zelt und fing an zu tanzen. Hatte ich anfänglich noch genügend Platz für mich, so füllte sich das Zelt danach schnell - Ich hatte erfolgreich eine Party gestartet. Dort verweilte ich dann auch bis in die Morgenstunden, bevor es um 7.30 wieder zur Arbeit ging.
Neben den grossen Ereignissen wie das Feuerwerk am Samstag, der Verbrennung der Bühne in der Mitte des Sees oder dem Paint Fight gab es unzählige kleine Highlights, die niederzuschreiben würde Tage dauern. Maicon formulierte es bei der Besichtigung des Geländes am Mittwoch treffend: I wanna take some pictures, but everything is so beautiful that I want to capture it all.
Schaut euch einfach eines der Videos der letzten Jahre an und ihr wisst, warum nicht nur ich so von diesem Festival schwärme:
Natürlich habe ich neben all dem Feiern (nüchtern!) auch wieder genügend gearbeitet, eine Schicht sogar von Mitternacht bis 8 Uhr Morgens, aber der Part wurde im letzten Blogpost schon ausführlich beleuchtet. Dieses Mal hatten wir Verstärkung von Stephanie, einer Engländerin und Stuarts Neffen Michael. Stephanie arbeite jedoch nur bis Sonntag Morgen, da sie den Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle hatte und auch sonst keine grosse Hilfe war. Michael war bereits letztes Jahr im Shop zugegen und war fast immer am Arbeiten, was uns zu Gute kam und dadurch ein wenig mehr Freizeit gab nach dem stressigen LFest.
Zum Lesen kam ich nicht viel, bin aber mittlerweile in der Hälfte von A Handmaid's Tale angelangt. Aus irgendeinem Grund habe ich das Bedürfnis Peter Pan als nächstes zu lesen. :D
Der nächste Blogeintrag sollte wieder etwas länger ausfallen. Wir haben wieder nur einen Tag Wochenende und gehen Morgen bereits weiter ans Cambridge Folk Festival. Ausserdem dauerte das Schneiden des Videos dieses Mal einiges länger und ich musste noch zwei Beiträge für indiegames.ch schreiben neben dem üblichen Beantworten von unzähligen Mails. Nächste Woche gibts es wieder ein normales 2-Tage Wochenende und mehr Hintergrundinfos zum Leben in England.
See you soon <3
