Ach wie die Zeit doch vergeht. Einerseits fühlt es sich an, als wäre ich schon ewig hier (im positiven Sinne) und andererseits kann ich fast nicht glauben, dass bereits zwei Wochen verstrichen sind. Mittlerweile haben wir uns alle auch wieder vom 2000 Trees Festival erholt, aber fangen wir doch von vorne an.
Am Mittwoch Morgen um 10 Uhr ging es los in Richtung Cheltenham und nach rund drei Stunden Fahrt kamen wir dort an. Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt richtig eklig. Es regnete, war kalt und windig. Glücklicherweise kam während dem Aufbau langsam die Sonne raus und sofort herrschten wieder T-Shirt Temperaturen. Am Mittwoch war eigentlich noch gar nichts los, die Besucher sollten erst am Donnerstag kommen. Jedenfalls die erste Hälfte mit Special Early Bird Ticket oder was auch immer.
Unser Stand befand sich komplett am anderen Ende des Geländes neben einer Bühne und drei anderen Essensständen. So hatten wir während den Tagen haufenweise musikalische Beschallung, aber jeweils nur bis 11 Uhr Abends. Das war ein wenig merkwürdig, da fast alle Bühnen ihr Programm um diese Zeit beendeten und nur noch Silent Disco angesagt war. Musste wohl einen rechtlichen Hintergrund haben. Jedenfalls, der Donnerstag startete gemütlich mit einem Stand-Up Comedian nach dem anderen, welche zum Glück meist sehr unterhaltsam waren. Am Freitag hatten wir fast aussschliesslich Singer/Songwriter auf der Bühne, was nach mehreren Stunden langsam aufs Gemüt schlagen kann und so sangen wir manchmal lauthals irgendwelche Lyrics mit lebensverneinenden Inhalt passend zum jeweils auftretenden Künstler. Am Samstag variierte das Programm ein wenig mehr und wurde teilweise auch richtig laut. Insgesamt waren es einfach zu viele Bands, aber hier drei, die mir positiv aufgefallen sind: Jonah Matranga, Alice Phoebe Lou und Emperor Yes, Selbstverständlich waren auch viele andere Künstler nett anzuhören, aber diese drei sind mir speziell im Gedächtnis geblieben. Hier seht ihr mal das komplette Programm. Wir waren bei The Croft platziert:
Am Mittwoch Morgen um 10 Uhr ging es los in Richtung Cheltenham und nach rund drei Stunden Fahrt kamen wir dort an. Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt richtig eklig. Es regnete, war kalt und windig. Glücklicherweise kam während dem Aufbau langsam die Sonne raus und sofort herrschten wieder T-Shirt Temperaturen. Am Mittwoch war eigentlich noch gar nichts los, die Besucher sollten erst am Donnerstag kommen. Jedenfalls die erste Hälfte mit Special Early Bird Ticket oder was auch immer.
Unser Stand befand sich komplett am anderen Ende des Geländes neben einer Bühne und drei anderen Essensständen. So hatten wir während den Tagen haufenweise musikalische Beschallung, aber jeweils nur bis 11 Uhr Abends. Das war ein wenig merkwürdig, da fast alle Bühnen ihr Programm um diese Zeit beendeten und nur noch Silent Disco angesagt war. Musste wohl einen rechtlichen Hintergrund haben. Jedenfalls, der Donnerstag startete gemütlich mit einem Stand-Up Comedian nach dem anderen, welche zum Glück meist sehr unterhaltsam waren. Am Freitag hatten wir fast aussschliesslich Singer/Songwriter auf der Bühne, was nach mehreren Stunden langsam aufs Gemüt schlagen kann und so sangen wir manchmal lauthals irgendwelche Lyrics mit lebensverneinenden Inhalt passend zum jeweils auftretenden Künstler. Am Samstag variierte das Programm ein wenig mehr und wurde teilweise auch richtig laut. Insgesamt waren es einfach zu viele Bands, aber hier drei, die mir positiv aufgefallen sind: Jonah Matranga, Alice Phoebe Lou und Emperor Yes, Selbstverständlich waren auch viele andere Künstler nett anzuhören, aber diese drei sind mir speziell im Gedächtnis geblieben. Hier seht ihr mal das komplette Programm. Wir waren bei The Croft platziert:
Samstag war der erste Tag, an dem wir Frühstück servierten und wir waren die einzigen auf dem Festival, die ein Full English Breakfast im Angebot hatten. Schnell bildete sich nach Öffnung um 7 Uhr Morgens eine Schlange und bis Mittags waren wir damit beschäftigt eine Bestellung nach der anderen abzuarbeiten. Speck, Würstchen, Bohnen, Hash Brownies und daneben nach die normalen Bestellungen, es herrschte ein wenig Chaos und die Leute mussten sich ein wenig auf ihr Essen gedulden, da wir nur zwei Grillstationen haben. Mittlerweile habe ich auch meinen Lieblingsort gefunden: Die Smoothie Area. Die ist direkt an der Front des Shops in Blickrichtung Kunden/Publikum und ich mag einfach die strahlenden Gesichter, wenn man ihnen ihre Bestellung überreicht. Ganz süss war eine Frau, die nach dem Probieren des Smoothies mit den Worten "It's delicious!" angehüpft kam. Michael mag diesen Bereich gar nicht, der ist lieber bei den Paninins/Toasties/Falafal. Dort ist man ein wenig versteckt durch einen 1.60m hohen Sichtschutz. Ich habe die Leute viel lieber im Blick.
Beim nächsten Festival werde ich euch den Shop auch mal zeigen, versprochen. Irgendwie kam ich dieses Mal nicht wirklich dazu. Nach jeweils rund 10-12 Stunden arbeiten wollte ich jeweils das Festival geniessen oder mich ein wenig hinlegen. Jeden Tag nach Feierabend ein paar Konzerte ansehen, es ist wirklich herrlich und während der Arbeit auch Live Beschallung, eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Mein bevorzugter Bereich am Festival war der Wald, dort wurden permanent Akkustik Sets aller Stilrichtungen gespielt und ein ganz besonderes Erlebnis waren Liberto Wolf am Freitag Abend. Die hatten alle ihre Lieder umgemodelt und heraus kam ein extrem ruhiges und bedächtiges Konzert. Stellt euch einfach Post-Rock ohne Lärm und Effekte vor. Es klang ein wenig wie die ersten paar Minuten von Long Distance Calling - Aurora. Schlagzeuge waren im Wald keine zugelassen und meistens Cajons oder andere einfacher Schlaginstrumente benutzt.
Auf den anderen Bühnen sah ich noch Bands wie The Subways und And So I Watch You From Afar, die ich aber bereits vorher kannte. Die Tagesheadliner Deaf Havana und Alkaline Trio konnten mich jeweils nicht so wirklich überzeugen, könnte aber auch an der Soundqualität gelegen haben, welche auch der Hauptbühne nicht die allerbeste war. Meine Entdeckung des Festivals und der absolute Höhepunkt waren The Twilight Sad, die schottischen Interpol mit Shoegaze Elementen. Der Sänger gab alles und schreite teilweise ohne Mikrofon seine Emotionen in die Menge und war dennoch hörbar. Solch eine Verausgabung und Hingabe an die Musik hatte ich bisher selten an einem Konzert gesehen. Auch auf den Alben können sie überzeugen und seit Montag höre ich sie fast konstant.
Entdeckt habe ich die Band durch das Wetter. Ich war gerade an der Hauptbühne bei Alkaline Trio, als es Anfing zu regnen. Da ich eh weiterziehen wollte, nutzte ich den Anlass. Bisher war das Wetter aber erste Sahne gewesen mit strahlend blauem Himmel tagsüber und warmen Temperaturen. Nur jeweils in der Nacht wurde es kühler mit rund 10°C.
2000 Trees war insgesamt ein gemütliches Festival, mit lahmem Publikum und zu wenig Musik in der Nacht. Die eher älteren Besucher des Maverick Festivals sorgten für einiges mehr an Stimmung als die jungen Hüpfer am 2000 Trees,welche meistens nur faul auf der Wiese rumlagen und sitzen und sich von der Musik beschallen liessen. Quick & Dirty habe ich noch ein kurzes Video mit ein paar Impressionen zusammen geschnitten. Gefilmt mit meiner Digicam, also erwartet nichts grosses und zudem ist das Schneiden auf dem Laptop eine sehr mühselige Arbeit...
Fast wäre es mir entfallen, der beste Part des Festivals: Die Zeit bei der alle Besucher wieder vom Gelände sein mussten. Es war unglaublich, was die reichen Kids so alles liegen gelassen hatten und wir gingen auf eine kleine Shopping Tour durchs Gelände. Decken, Kissen, Stühle, Tische, Schuhe, Kleider, Bier, Geld, Matratzen, Schlafsäcke, Zelte, Kühlerboxen, ich hätte mir eine komplette Wohnung einrichten können mit dem Zeugs. Nach fünf mehr oder weniger anstrengenden Tagen waren wir dann am Sonntag Abend gegen 9 Uhr endlich wieder zu Hause. Dieses Mal hatten wir genügend Essen während der Rückfahrt, im Gegensatz zu letztem Mal sogar viel zu viel. Das nächste Festival wird das LFest, ein Festival für und von Lesben. Ich bin mal gespannt, wie das wird.
Seit ich in England bin, habe ich wieder angefangen regelmässig zu lesen und mir vorgenommen, pro Festival ein Buch zu beenden. Mittlerweile habe ich Ready Player One von Ernest Cline und Catcher in the Rye von J.D. Salinger beendet, beides hervorragende Bücher. Aufgrund der Thematik hatte es mir Ready Player One besonders angetan. Ich liebe solche gross angelegten Schnitzeljagden. Als nächstes steht The Handmaid's Tale von Margaret Atwood an. Falls ihr noch Tipps für Bücher habt, die ich unbedingt lesen sollte, dann immer her damit. Blade Runner habe ich mir nun endlich auch mal angesehen und war positiv überrascht, ein berechtigter Klassiker. Als nächstes werde ich mir Citizen Kane geben, der steht schon viel zu lange auf meiner must-watch Liste.
So long, bis nächste Woche ihr lieben. <3
So long, bis nächste Woche ihr lieben. <3
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