Mittwoch, 30. September 2015

Leicester Tapas Trail

Mit dem Verlassen von Sizilien zum Austausch gegen England dachte ich, dies wäre es gewesen mit dem guten Essen. In meiner Abwesenheit hatte meine gute Freundin Laura von Extreme Housewifery einen Tapas Trail in Leicester mit mittlerweile über zehn Lokalitäten auf die Beine gestellt. Das besondere daran: Essen & Getränk für nur 3£!  Dies alleine ist schon ein hervorragender Deal, denn nur das Bier kostet normalerweise mehr, aber wenn sich die Pubs noch gegenseitig mit den Tapas übertrumpfen wollen profitiert der Kunde gleich nochmals mit.

Gegen 1 Uhr Nachmittags, gleich nach dem Aufstehen, begaben wir uns auf in die Stadt. Vernünftig wie wir sind, hatten wir im Bus ein Retourbillet gelöst (Haha!), aber wir alle wussten insgeheim, dass wir den letzten Bus um 23.20 Uhr nicht schaffen werden. Unser erster Stop war das Bossa, welches von Roxy's Kitchen kulinarisch versorgt wird und begann schon sehr vielversprechend mit Bier zum Frühstück, da wir noch auf zwei weitere Kollegen warteten.



Unser Hunger war nach dem Leeren des ersten Bieres jedoch zu gross und wir bestellten die ersten Tapas des Tages noch bevor die anderen eintrafen. Meine Wahl fiel auf köstliche Maiskolben in einer süssen Chilli Sauce. Aufmerksame werden bemerkt haben, dass die Biere bereits wieder halb leer sind, ein Anblick der sich auf den weiteren Bildern nicht ändern wird, da die Wartezeit auf die Tapas meist länger als eine Bierlänge war.



Danach ging es für einen kurzen Zwischenstopp ins The Turkey Cafe, mittlerweile mein dritter Besuch dort. Laura besprach mit dem Inhaber die Aufnahme des Lokals in den Tapas Trail und wir gönnten uns ein weiteres Bier in der Zwischenzeit. Die nächste Station war das Rutland & Derby, welches uns unglaubliche Lange warten liess und uns nach dem inbegriffenen Bier quasi nötigte den Hunger mit einem weiteren zu besänftigen. Das bestellte Lachsbrötchen entschädigte aber für die 45 Minuten Wartezeit:



Den Hunger konnte das Essen noch nicht stillen und wir gingen schnell weiter ins Taps, situiert in einem der ältesten Gebäude Leicesters mit der Möglichkeit das Bier selber zu zapfen. Das Taps hatte gerade Oktoberfestwochen und wir bekamen zu deutschem Bier einen ordentlich gewürzten Würstchen Eintopf. Der war zwar wunderbar, aber mit deutschem Essen hatte der nicht viel gemein. ^^


Ach ja, mittlerweile waren wir auf insgesamt sechs Leute angewachsen, da wir im Rutland & Derby einen Norweger kennen gelernt hatten, der uns zum Taps begleitete. Lustiger langhaariger Geselle mit dem Hobby (oder Beruf?) englische Schlachten detailgetreu mit Miniaturfiguren nachzustellen. Die meiste Zeit hatte ich keinen Plan wovon er redete, als er davon erzählte. Nichts desto trotz eine nette Bekanntschaft.

Unser weiterer Weg führte uns zum Bruxelles, einem etwas nobleren Schuppen, aber die Bedienung war nicht über den Trail informiert und so zogen wir enttäuscht von dannen. Unser letzter Stop, aus Zeitgründen, war dann auch schon das Firebug, welches uns mit köstlichen Burgern versorgte, aber anstatt Bier gab es dieses Mal Whisky Cola:





Die Küchen hatten nun zwar geschlossen, um gerade mal 20 Uhr, aber unser Abend war natürlich noch nicht vorbei. Wir zogen weiter in nächste Pub, trafen weitere Freunde und als die Glocke um Mitternacht zum zweiten Mal läutete, verbrachten wir den weiteren Abend im Hause eines Freundes. Irgendwo war noch eine Spur restlicher Verantwortung vorhanden und das bestellte Taxi lieferte uns gegen zwei Uhr Morgens vor der Haustüre ab.

12 Stunden Essen & Trinken, ein gepflogener Samstag in Leicester, welcher das letzte grosse Ereignis vor meiner Weiterreise in die Schweiz um Sonntag Nacht darstellte. Gute Freunde trifft man zum Glück überall in der Welt und die Wärme der Liebe (plus Alkohol) siegte über die kalten Temperaturen. Am Sonntag haben wir entsprechend nur rum gegammelt und uns Klassiker wie Withnail & I angeschaut bis zu meiner Abreise um kurz nach Mitternacht.





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