Palermo ist keine Liebe auf den ersten Blick und bei der Busfahrt vom Flughafen in die Stadt kam mir öfters der Gedanke: "Oh Gott, was habe ich getan?!" Die Lage des Hostels machte dies nicht besser, da die Gegend auf den ersten Blick ziemlich heruntergekommen scheint. In den letzten Tagen lernte ich jedoch die Stadt zu lieben, auch wegen meiner Arbeit hier. Ich schildere mal kurz einen normalen Tagesablauf:
9am: Langsam aufstehen und frühstücken. Jeden Morgen gibt es frische Croissants und den besten italienischen Kaffee. Danach schauen wir (= Rhys und ich) im Kalender nach wer heute das Hostel verlässt und wann die neuen Gäste ankommen. Wir beziehen die Betten neu, waschen die Bettwäsche und hängen sie draussen auf. Alle paar Tage wischen wir die Böden oder nehmen sie feucht auf. Gegen 12-1 Uhr Mittags sind wir meistens fertig mit der Arbeit - und nehmen es dabei sehr gemütlich. Insgesamt gibt es zehn Betten im Hostel, also nie wirklich viel zu tun für uns.
Nachmittag: Die verbringen wir immer unterschiedlich. Ganz gemütlich ist das 10km entfernte Mondello mit seinen warmen Gewässern:
9am: Langsam aufstehen und frühstücken. Jeden Morgen gibt es frische Croissants und den besten italienischen Kaffee. Danach schauen wir (= Rhys und ich) im Kalender nach wer heute das Hostel verlässt und wann die neuen Gäste ankommen. Wir beziehen die Betten neu, waschen die Bettwäsche und hängen sie draussen auf. Alle paar Tage wischen wir die Böden oder nehmen sie feucht auf. Gegen 12-1 Uhr Mittags sind wir meistens fertig mit der Arbeit - und nehmen es dabei sehr gemütlich. Insgesamt gibt es zehn Betten im Hostel, also nie wirklich viel zu tun für uns.
Nachmittag: Die verbringen wir immer unterschiedlich. Ganz gemütlich ist das 10km entfernte Mondello mit seinen warmen Gewässern:
Um 6-7 Uhr Abends sind wir meist zurück von den täglichen Ausflügen und es ist Zeit für eine kleine Siesta. Um 10 Uhr Abends kochen wir gemeinsam und gegen Mitternacht gehts meist raus mit einigen Hostel Besuchern. Wir haben gleich um die Ecke eine Piazza bei der jede Nacht Musik gespielt wird und viele Einwohner ihren Abend verbringen. Zwischen 1 und 2 Uhr gehts zurück ins Hostel zum Schlafen, wobei es diese Woche auch schon mal 4 Uhr Morgens wurde. Dies war jedoch ein spezieller Abend, da das gesamte Hostel gemeinsam ging. Mittlerweile dürfte ich schon auf Hunderten von Bildern wie diesen vertreten sein:
Entgegen dem Eindruck ist das Hostel selber sehr ruhig. Hier finden am Abend keine Parties statt, es wird sich höchstens angeregt unterhalten und mal zur Musik mitgesungen. Die Gäste kommen aus aller Welt und wechseln ständig. Unglaublich, wie viele interessante Menschen ich bereits kennen gelernt habe. Meine Facebook Freundesliste wächst täglich. Natürlich hat man nicht mit allen den selben intensiven Kontakt, aber wenn einem jemanden nicht passt, ist diese Person nach ein zwei Nächten eh wieder fort.
Martino (26) und seine Mutter Margherita (50?) sind die Besitzer des Hostels und das komplette Gegenteil von Stuart & Razz. Wir sind hier wirklich eine kleine Familie und unsere Arbeit wird geschätzt. Ich fühle mich willkommen und es werden auch oft positive Worte ausgesprochen. Das Vertrauen geht sogar soweit, dass wir einen Morgen lang das Hostel komplett alleine geführt haben, da sich ein familiärer Notfall ereignet hat. Wir empfingen die neuen Gäste, notierten die Passport Nummer, zeigten ihnen das Hostels und nahmen das Geld für die Nächte entgegen. Wir haben hier so wenig zu tun und uns wird soviel gegeben. Wenn Martino gerade ein bisschen gestresst ist (gestern wurde ihm z.B. der Motorrad Helm geklaut), schnappt er sich mich und wir gehen Gelato auf seine Kosten essen. Gelato im Brioche = göttlich. Falls wir zwichendurch hungrig sind, können wir in den Shop an der Strasse gehen und dem Besitzer sagen, dass Margherita bezahlt. Es ist wirklich paradiesisch hier. Auch den Gästen gefällts und viele kommen oft nochmals für eine Nacht vorbei, bevor sie wieder nach Hause oder sonst wohin reisen.
Unsere kleine Familie:
Das Hostel:
Rhys und ich schlafen in einem 8-Bett Zimmer, das andere hat vier. Tagsüber sind die Leute oder wir mit ausgewählten Gästen meist unterwegs und das Hostel ist praktisch leer. An Zeit zum einfach nur alleine sein mangelt es glücklicherweise nicht und auch Abends ist es immer ruhig in den Zimmern. Nur die Bedienung für die Klimaanlage mussten wir verstecken, da die Gäste die Temperatur ständig änderten. Das war es fürs erste aus Palermo. Im nächsten Beitrag werde ich näher auf einzelne Personen, Orte und sonstige Gegebenheiten eingehen, dies sollte einen Überblick über mein neues Leben als Sizilianer verschaffen. ;)
Bis bald <3








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