Die Luft steht still, kein Windhauch ist zu spüren. Die draussen herrschende Hitze verschwunden, wich jedoch nicht einer Kühle, die eigene Körpertemperatur verschmilzt mit der Umgebung. Leises wispern ist zu hören, ansonsten herrscht Totenstille, wortwörtlich. Wir haben soeben die Katakomben von Cappuccini betreten, Ruhestätte von rund 8000 Leichen und über 1200 Mumien.
Unterteilt sind die Katakomben in verschiedene Bereiche: Männer, Frauen, Kinder, Jungfrauen und Mönche. Die Leichen sind in allen Stadien vorzufinden und reichen von beinahe unversehrt erhalten über Gestalten aus den schlimmsten Alpträumen zu Skeletten. Die älteste Mumie, ein Mönch, ist über 400 Jahre alt und die jüngste, ein zweijähriges Mädchen, keine Hundert. Die Ausstellungsobjekte wirken beängstigend lebendig, als könnten sie jeden Moment aus ihrer Stare erwachen.
Besonders interessant war die innere Abstumpfung gegenüber den Leichen. Der anfängliche Reflex die Katakomben sofort wieder zu verlassen, der Blick nur kurz über die Toten huschend, stets in der Mitte des Ganges gehend, verschwand nach einer Weile und mit Interesse fang ich an die Toten und deren Kleidung zu studieren. Selbst das zweijährige Mädchen konnte nicht mehr schocken, ähnlich Andy Warhols Death and Disaster Austellung mit immer schlimmer werdenden Darstellungen von Unfällen. Es war die bisher schrecklichste und zugleich eindrücklichste Erfahrung in meiner Zeit in Palermo.
Besonders interessant war die innere Abstumpfung gegenüber den Leichen. Der anfängliche Reflex die Katakomben sofort wieder zu verlassen, der Blick nur kurz über die Toten huschend, stets in der Mitte des Ganges gehend, verschwand nach einer Weile und mit Interesse fang ich an die Toten und deren Kleidung zu studieren. Selbst das zweijährige Mädchen konnte nicht mehr schocken, ähnlich Andy Warhols Death and Disaster Austellung mit immer schlimmer werdenden Darstellungen von Unfällen. Es war die bisher schrecklichste und zugleich eindrücklichste Erfahrung in meiner Zeit in Palermo.

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